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Sommer 2015

Sommerferiencamp 2015 (GirlsGoMovie)

Ein Filmteam findet zusammen

Im Sommerferiencamp Filmproduktion 2015 konnten die Teilnehmerinnen lernen wie man vom Drehbuch bis zur Post-Produktion einen Film produziert. Da an diesem Camp nur 6 Mädchen teilgenommen haben konnte sich die Gruppe sehr schnell als ein Filmteam zusammenfinden, kleinere Grüppchen-Bildungen blieben aus. Obwohl die Altersspanne recht weit lag (4 Teilnehmerinnen waren 11 bzw. 12 Jahre und 2 Teilnehmerinnen waren 16 Jahre alt), erschienen die Altersunterschiede in der Zusammenarbeit der Mädchen nicht von Bedeutung zu sein. Im Gegenteil haben die Teilnehmerinnen schon am zweiten Tag beschlossen sich auch außerhalb der Feriencamp-Treffen in der Woche privat über eine WhatsApp-Gruppe zu kontaktieren und zu besprechen. Die Harmonie in der Gesamtgruppe hat stark dazu beigetragen, dass alle sich zudem mit Respekt begegnet sind.

Ideenfindung, Freiraum und der Umgang mit schweren Themen

Ganz unerwartet für die Referentinnen Kristin Lauer und Rebecca Krauß hat sich im Prozess der Themenfindung und Planung für den Kurzfilm das Gespräch zu einem sehr intensiven Austausch zwischen den Mädchen über Selbstmord-Versuche im Freundes-/Bekanntenkreis Psychiatrie und schwere Probleme mit Eltern entwickelt. Den Referentinnen gelang es einerseits einer Atmosphäre zu schaffen, die es den Mädchen möglich machte Themen zu besprechen die sie im Alltag bewegten, konnten jedoch gleichzeitig eine gewisse Schwere abfangen und  das Gesagte kanalisieren. Das Thema kam anschließend im Kontext der Ideenfindung für den Kurzfilm nicht mehr auf, v.a. um Rücksicht auf jüngere Teilnehmerin zu nehmen. Spannend ist im Nachhinein die Entwicklung, dass die Mädchen sich letztendlich dafür entschieden haben einen  lustigen Film zu machen. Eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten war es dabei, dass das Filmteam sich entschieden hatte den Film an nur einem Ort (dem großen Saal des FORUMs) zu drehen, der eigentlich zunächst keine Requisiten hat und Filmmacherinnen hinsichtlich Licht-/Ton-/Bildgestaltung durchaus auch einschränkt.

An Hürden und Herausforderungen wachsen

Die Mädchen haben stets konzentriert und motiviert mitgearbeitet und standen den Referentinnen und ihren Methoden sehr offen gegenüber – dies ist nicht selbstverständlich in jeder Gruppe so. Selbst in Situationen, in denen die Teilnehmerinnen frustriert wirkten (Probleme mit der Ideenfindung beispielsweise), haben sie immer weiter gearbeitet mit großer Lust daran ihren Film zu produzieren. Insgesamt konnten die vorab gesetzten Ziele erreicht werden, wobei es den Workshop-Leiterinnen  ein großes Anliegen gewesen ist den Mädchen die Möglichkeit zu geben viel eigenständig zu erarbeiten und Film in der Praxis zu erfahren. Etwas schwer gefallen ist es den Mädchen am ersten Tag zunächst Film in der Theorie (Rezeption und Analyse) kennenzulernen. Hier würden die Referentinnen in Zukunft Theorie mit noch mehr Praxis-Übungen verbinden wollen, z.B. auch das Thema „Montage“ direkt am ersten Tag thematisieren, da der Eindruck entstand, dass es einigen Mädchen während dem Dreh sehr schwer gefallen ist sich vorstellen zu können, wie die einzelnen Szenen im Schnitt logisch zusammengefügt werden.

Wichtig ist und bleibt, dass (mit allen schwierigen, kraftzerrenden Phasen einer Filmproduktion und auch neben der offensichtlichen Herausforderung allgemein in so kurzer Zeit eine Filmidee zu entwickeln und umzusetzen) am Ende der Woche alle Mädchen zufrieden sind mit ihrem Ergebnis und dem Prozess, der zu dem Ergebnis geführt hat.

Der entstandene Film soll zum 12. Kurzfilmfestival GIRLS GO MOVIE eingereicht werden, das erstmalig im November und an einem neuen Ort, dem Cineplex Mannheim ausgetragen wird.

Kontakt

Filmbüro Mannheim

Neckarpromenade 46

68169 Mannheim

 

Dr. Kathrin Lämmle

0621 / 86 25 44 52

info@girlsgomovie.de

glaser@lmz-bw.de