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Fasching 2014

Faschingsferiencamp Filmproduktion 2014

Kino statt Karneval: 6 Schülerinnen drehen in den Faschingsferien einen Comedy-Horror-Kurzfilm

Im Mannheimer Jugendkulturzentrum FORUM hieß es in den Faschingsferien diesmal nicht "Monnem Ahoi" sondern "Klappe, die Erste!". Dort lernten vier Gymnasiastinnen und zwei Realschülerinnen im Alter von 12 bis 14 gemeinsam mit Referentin Angelina Dalinger, wie man selber einen Kurzfilm dreht. An fünf Workshop-Tagen durften sie eine echte Filmproduktion durchführen: von der Ideenentwicklung und Konzeption über das Drehbuch und Storyboard bis hin zur Produktion und schließlich zur Filmmontage.

Referentin Angelina Dalinger vermittelte Filmwissen

Montagmorgens pünktlich um zehn Uhr startete das von Mannheimer Projekt CLOSE UP angebotene Filmcamp. Referenten Angelina erklärte den jungen Schülerinnen als Erstes die Grundlagen der Filmentstehung: wie waren die Anfänge des Films, wie entsteht ein Drehbuch, welche Kameraeinstellungen kann man verwenden. Nach der Theorie durften sich die sechs jungen Filmemacherinnen in einem kurzen Brainstorming auf das Genre ihres ersten Kurzfilms einigen. Ein Comedy-Horrorstreifen sollte es sein! Danach wurden Ideen gesammelt, wo gedreht werden könnte und welchen Requisiten für den Dreh benötigt werden. Kunstblut und Schminke durften auf keinen Fall auf der Liste fehlen. Bereits am ersten Abend konnten die Teilnehmerinnen im Jugendkulturzentrum die ersten Szenen drehen, um sich mit der Technik vertraut zu machen.

Am zweiten Tag wurde es ernst für die Nachwuchsfilmerinnen: ein geeigneter Drehort musste auf die Schnelle ausfindig gemachten werden. Ganz professionell erkundeten sie die Umgebung und rannten im Café in der Alten Mannheimer Feuerwache offene Türen ein. Das Personal war von der Filmidee begeistert und half fleißig bei der Dekoration mit, was für eine gute Arbeitsstimmung sorgte. Konzentriert landeten die ersten Aufnahmen im Kasten. Gespannt waren die Filmemacherinnen auf den nächsten Tag. Wer würde den Mut haben und sich als Oma verkleidet vor die Kamera zu stellen?

Wie Filme gelingen: konstruktive Kritik statt Diskussion

Der Dreh am dritten Tag wurde zu eine kleinen Belastungsprobe. Was tun wenn am Neckar-Ufer ständig Passanten durchs Bild wuseln und man vor der Kamera lachen muss? Nach aufwendigen Wiederholungen war die Stimmung leicht angespannt und die ersten Diskussionen ließen nicht lange auf sich warten. Referentin Angelina wusste was zu tun war. Nach einer Streitschlichtung erklärte sie den Mädchen, wie sie mithilfe konstruktiver Kritik besser vorankommen und wie man sich gegenseitig motiviert. Dass Filmemachen nicht nur technische sondern auch soziale Kompetenz verlangt, wurde ganz praktisch erfahrbar. Die Teilnehmerinnen lernten, dass gegenseitige Wertschätzung, konstruktive Kritik sowie das Aushalten schwieriger Situationen die Filmarbeit entscheidend prägen können. Neu motiviert konnte der Dreh am dritten Abend erfolgreich abgeschlossen werden, so dass man zum Schnitt übergehen konnte.

Die letzten beiden Tage verbrachten die Schülerinnen vor zwei Rechnern. Nun wurde ihr Fingerspitzengefühl beim Schnitt verlangt: das Timing und die richtige Musikauswahl waren kniffliger als gedacht, der Feinschnitt erforderte viel Geduld, aber das Ergebnis hat sich gelohnt. Die Schülerinnen können es kaum erwarten ihre Horror-Hasen-Comedy der Familie und den Freunden zu zeigen. Zu sehen sein wird der entstandene Film beim diesjährigen Kurzfilmfestival GIRLS GO MOVIE, das vom 28. bis 29. Juni 2014 im Atlantis-Kino Mannheim stattfindet. Dann heißt es nochmal für die sechs Schülerinnen Lampenfieber aushalten, tief durchatmen und ab über den roten Teppich!

CLOSE UP – Nah dran an Film & Medien bietet Begleitung, Qualifizierung und Vernetzung junger Filmemacherinnen und ist seit 2013 eng mit dem Kurzfilmfestival GIRLS GO MOVIE verzahnt. Regelmäßig werden im Rahmen von CLOSE UP u.a. Feriencamps zur Filmproduktion angeboten. Ab September 2013 gehört auch die Vernetzung von Nachwuchsfilmerinnen Kurzfilmfestivals und medienpädagogischen Angeboten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu den Aufgaben von CLOSE UP.

Das Kurzfilmfestival GIRLS GO MOVIE bietet neben dem Festival für Mädchen und junge Frauen seit 2004 jährlich Qualifizierungs- und Bildungsangebote rund um das Medium Film, gekoppelt mit einem attraktiven Wettbewerb und hervorragenden Präsentationsmöglichkeiten in einem großen Kino sowie Veröffentlichung der Filme auf VIMEO. Ziel ist die Anregung und Qualifizierung für einen eigenverantwortlichen, kreativen und bewusst gestalteten Einsatz des Mediums Film. Junge Filmemacherinnen erhalten kostenfrei Begleitung künstlerische Beratung, technische Ausstattung sowie Qualifizierungsangebote in allen Bereichen rund um das Medium Film. Es werden Workshops und besagte Feriencamps veranstaltet, Filmteams vor Ort begleitet und Mentorinnen für Nachwuchsfilmerinnen vermittelt.

Kontakt

Filmbüro Mannheim

Neckarpromenade 46

68169 Mannheim

 

Dr. Kathrin Lämmle

0621 / 86 25 44 52

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